Sonntag, 19. November 2017


Tag des Denkmals im Borbecker Schlosspark


BORBECK.
Klassik im Park: Viele Hundert Besucher und rund 100 Mitwirkende erlebten am Sonntag, 10. September, den historischen Schlosspark am „abteilichen Lustschloss” als Ort der Diplomatie und der hohen Politik. Auch der Essener OB Thomas Kufen besuchte den Beitrag des Borbecker Bürger- und Verkehrsvereins (BBVV) und des Fördervereins Schloss Borbeck zum Grüne-Hauptstadt-Jahr und Tag des Offenen Denkmals.

Den Rahmen für den Nachmittag im Schlosspark bildete eine mit dem Theater Extra und Birthe Marfording vom Kulturzentrum Schloss Borbeck inszenierte Rahmenhandlung. Die Szenen folgten dem Bericht von der Erneuerung des Erbschutzbriefes von 1495, der in den Tagen zwischen dem 2. und 4. Juli 1786 durch Fürstäbtissin Maria Kunigunde von Sachsen und Baron Reinhard Friedrich von Schlechtendahl, dem Beauftragten des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II., erneuert wurde.

Zahlreiche sehr interessierte Besucher folgten der Promenade der höfischen Gesellschaft durch den Park, dessen Entwicklung die „Fürstin“ sachkundig erläuterte. Eigens gefertigte Banner markierten mit historischen Fotos die Besonderheiten des im Borbecker „Central Park, der als einer der ältesten Landschaftsparks im Rheinland gilt. Das Jagdhornbläserkorps Leo Fehrenberg meldete sich von mehreren im Park verstreuten „Klanginseln“ und auch die Beiträge junger Musiker der Folkwang-Musikschule mischten sich in die Geräusche der Natur. Für Speis und Trank sorgten die Traugott-Weise-Schule und die Flotten Socken, die mittelalterlich gewandete Stadtgarde übernahm den Personenschutz der geistlichen und weltlichen Herrschaften, Moderator Franz Josef Gründges führte durch den kurzweiligen Nachmittag und fleißige Botschafterinnen des Grüne-Hauptstadt-Jahres kümmerten sich aufmerksam um die Gäste. Fürstin Maria Kunigunde dankte allen Mitwirkenden und freute sich zuletzt über eine Extra-Portion Waffeln, auf die sie während den Theaterszenen und der musikalischer Promenade lange warten musste.

In seiner Ansprache betonte Oberbürgermeister Kufen die lange Geschichte der Stadt, die am 25. Tag des Denkmals vom Mittelalter bis zur Hochindustrialisierung an vielen authentischen Orten erfahrbar werde. Er lobte den Einsatz für den Schlosspark, der nach dem Pfingststurm Ela im Jahr 2014 mit großer Unterstützung durch die Bevölkerung und das aktuelle Parkpflegewerk in seinen aktuellen Zustand versetzt werden konnte. Mit der BBVV-Vorsitzenden Susanne Asche besuchte Thomas Kufen anschließend die mit dem Ruhr-Museum gestaltete Ausstellung zum historischen Schloss-Ensemble in der Neuen Galerie des Wirtschaftsgebäudes im Fürstenberg-Trakt, die zahlreiche Bilder und Fundstücke aus der Geschichte des Parks zeigt.