Mittwoch, 19. Juni 2019


Borbecker Bürger fordern Offenlegung der Pläne für die Zukunft des Philippusstifts – Essener Nordwesten braucht ein eigenes Krankenhaus

 

BORBECK. Die Pläne der Contilia-Gruppe, das Marienhospital Altenessen zu dem einzigen Krankenhausstandort im gesamten Essener Norden auszubauen und das Philippusstift in ein ambulantes Versorgungszentrum ohne stationäre Betten umzuwandeln, stößt auch in Borbeck auf Protest.

Im „Bürgerdialog“ des Borbecker Bürger- und Verkehrsvereins am 10.12.2018 formierte sich erster Widerstand gegen die mittelfristige Aufgabe des letzten Krankenhauses im Essener Nordwesten. Das Argument, der Essener Norden würde mit dem Neubau des Marienhospitals eine hochwertige, neuesten medizinischen Ansprüchen genügende stationäre Versorgung erhalten, kann den Verlust für den Großraum Borbeck nicht wettmachen. Die Krankenhäuser in Essen sind schon heute einseitig zugunsten des Essener Südens verteilt. Während nördlich der A 40 nur drei Krankenhäuser plus ein Spezialkrankenhaus vorgehalten werden, verfügt der Essener Süden über neun Krankenhäuser plus drei Spezialeinrichtungen. Die Aufgabe des Philippusstifts käme im Großraum Borbeck einem Kahlschlag gleich, das Mittelzentrum Borbeck würde eine weitere Zentralfunktion verlieren. Erschwerend kommt die schlechte verkehrliche Anbindung nach Altenessen hinzu, so die einhelligen Argumente der Teilnehmer.

„Der erste Schritt muss jetzt die Offenlegung der konkreten Pläne der Contilia-Gruppe für die Zukunft des Philippusstifts sein“, so die BBVV-Vorsitzende Susanne Asche. „Außerdem erwarten wir Angaben zum Krankenhausbedarfsplan vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung in den Bezirken und zu möglichen stadtplanerischen Alternativen. Daher wird der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein im neuen Jahr zu einer Informationsveranstaltung mit dem Träger des katholischen Klinikums und Vertretern der Gesundheitsverwaltung und der Stadtplanung einladen.“