Freitag, 19. Januar 2018

Jahreshauptversammlung 2017: BBVV lädt ein

BORBECK. Der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein e.V. (BBVV e.V.) lädt für Donnerstag, 23. März 2017, zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Sie beginnt um 19.00 Uhr im Saal des Gasthauses Gummersbach, Fürstenbergstraße 2, in 45355 Essen-Borbeck.

Vielfältige Aktivitäten haben das vergangene BBVV-Geschäftsjahr geprägt – dies wird der Jahresbericht der 1 .Vorsitzenden Susanne Asche unterstreichen. Zu den Formalien gehören das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung, der Kassenbericht von Schatzmeisterin Dagmar Schilli-Frank und der Bericht der Kassenprüfer, ebenso die Entlastung der Schatzmeisterin wie des gesamten Vorstands und die Wahl der Kassenprüfer. Zudem wird sich die Versammlung der Abstimmung zur neuen Vereinssatzung stellen, die den Mitgliedern vorab zugegangen ist.

Talkgast: Chef des Ruhr-Museums

Der abschließenden Vorschau auf das Geschäftsjahr 2017 folgt der traditionelle Talk, bei dem BBVV-Geschäftsführer Franz Josef Gründges mit Prof. Heinrich Theodor Grütter über besondere „Orte der Erinnerung“ sprechen wird. Als seit 2012 amtierender Direktor des Ruhr-Museums ist Prof. Grütter wie kaum ein anderer dazu berufen: Das vormals von der Stadt Essen verwaltete Ruhrlandmuseum, heute von der Stiftung Ruhr Museum getragen, versammelt in seinen Beständen und Abteilungen ein breites natur- und kulturhistorisches Spektrum. Als eines der ältesten Museen des Ruhrgebietes blickt es auf mehr als hundert Jahre Geschichte zurück.

Maßgebliche Betreiber und Stifter des 1904 eröffneten Museums waren der Kruppsche Bildungsverein und der Historische Verein für Stadt und Stift Essen. Mit rund vier Millionen Exponaten zog es nach mehreren Ortswechseln in die Kohlenwäsche der Zeche Zollverein (A 14, Schacht XII) um und zeigt dort als Gedächtnis und Schaufenster des Ruhrgebiets“ seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 die Entwicklung des größten Ballungsraums Europas in seiner Dauerausstellung. Immer wieder haben seitdem auch Sonderausstellungen das Angebot in größere historische und kulturanthropologische Zusammenhänge gestellt. Vorträge und Begleitveranstaltungen, Führungen, Museumsgespräche, Exkursionen, Angebote für Lehrer und Schulen vermitteln die Ausstellungsinhalte für unterschiedliche Zielgruppen – rund 250.000 Besucher pro Jahr.

Kollektives Gedächtnis der Region

Der Historiker Prof. Heinrich Theodor Grütter ist als Nachfolger von Professor Ulrich Borsdorf mit dem Museum lange vertraut. Er war nicht nur wissenschaftlicher Mitarbeiter, sondern Mitgestalter und Sprecher des in der deutschen Museumslandschaft sicher einzigartigen Hauses. Nun ist er auch am Projekt „Zeit-Räume Ruhr“ (www.zeit-raeume.ruhr) beteiligt, mit dem alle Revierbürger aufgerufen sind, ihre Erinnerungen an das Ruhrgebiet zu teilen. Online werden bis zum Jahresende 2017 Fotos und Texte gesammelt, die anschließend ausgewertet und veröffentlicht werden sollen. Das gemeinsam mit dem Institut für soziale Bewegungen im Auftrag des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und des Landes NRW gestartete Projekt will den anhaltenden wirtschaftlichen und sozialen Wandel des Ruhrgebiets nachzeichnen und zu einem öffentlichen Dialog über die verschiedenen Formen der Ruhrgebiets-Erinnerung, kollektiven Gedächtnisses und kollektiver Identität beitragen. 


Nicht nur zu dieser sicher spannenden Diskussion wird herzlich eingeladen. Aufmerksam macht der BBVV auch schon auf die Borbecker Maienmahlzeit am 24. Mai 2017. Ehrengäste der um 19.00 Uhr beginnenden traditionellen Veranstaltung in der Dampfe Essen-Borbeck sind Prof. em. Dr. Heinz-Elmar Tenorth und P. Klaus Mertes SJ. Anmeldungen bei Franz Josef Gründges, Borbecker Straße 265, 45355 Essen, Tel. 0201 / 683809, Fax 0201 / 689590, E-Mail: f.j.gruendges@gmx.de.