Montag, 9. Dezember 2019



25. Borbecker Weihnachtsmarkttag zog Bilanz

Besucheransturm und tolles Wetter

 

ESSEN. Eine sehr zufriedene Bilanz zogen am Abend die Organisatoren um den Borbecker Bürger- und Verkehrsverein (BBVV) und den Initiativkreis Centrum Borbeck (CeBo): Der von Oberbürgermeister Thomas Kufen am Sonntag, 1. Dezember, eröffnete 25. Borbecker Weihnachtsmarkttag sah so viele Besucher wie lange nicht.

 

Buntes Marktreiben in Borbeck-Mitte

 

Bei dem von Franz Josef Gründges moderierten Programm unterhielten wieder zahlreiche Chöre das Publikum, das beim Jubiläums-Weihnachtsmarkttag auf den knackig kalten Alten Markt strömte. „Ich hätte mal besser mein Horn vorher auf den Grill gelegt“, scherzte ein junger Bläser des Schönebecker Jugendblasorchesters, das das bunte Treiben auf dem Markt schwungvoll eröffnet hatte. Bis zum Abend hielt das Wetter und in den Stoßzeiten am Nachmittag wurde es richtig voll. Viele fanden an den über 40 Ständen der Vereine, Schulen, Institutionen, Kirchen und verschiedenen Initiativen manches Nützliche und Schöne zum Fest. Und manches Leckere war schneller ausverkauft als gedacht: Bratwurst, Linsen- und Erbsensuppe gingen weg wie der Glühwein – von dem allerdings gab es noch bis zum Schluss.

 

Frierende Fürstäbtissin blieb tapfer

 

Auch für die Fürstäbtissin in ihrer roten Staatsrobe waren es keine einfachen Temperaturen: Denn überraschend wandte sich auch Maria Kundigunde, Prinzessin von Polen und Sachsen, an die vielen Besucher auf dem Alten Markt: „In Borbeck – für Borbeck, unter diesem Slogan steht der Borbecker Weihnachtsmarkttag seit 25 Jahren“, erklärte sie, mahnte zu Frieden und Miteinander: „Wir danken herzlich all den vielen engagierten großen und kleinen Borbeckerinnen und Borbeckern“, unterstrich die von Birthe Marfording repräsentierte letzte regierende Fürstäbtissin des Stiftes Essen zu großem Applaus.

 

Aufwärmen war gefragt

 

Dass gleichzeitig Borbecks Geschäfte von 13-18 Uhr bei einem verkaufsoffenen Sonntag zum Bummeln einluden, trug sicher seinen Beitrag zum Erfolg bei. Bürgermeister Rudolf Jelinek eröffnete um 16.30 Uhr die 69. Lichtwochen und wünschte allen Borbeckern eine gute Adventszeit. Zum Aufwärmen lockte die Alten Cuesterey des Kultur-Historischen Vereins Borbeck: Sie zeigte die aktuelle Ausstellung zum Bergbau in Borbeck und präsentierte zahlreiche Erinnerungen an die inzwischen 25-jährige Weihnachtsmarkttag-Geschichte. Im Dionysiushaus freute sich die Caféteria über viele Besucher, die mit roten Gesichtern zu Kaffee und Kuchen kamen, aber auch in der grün und violett illuminierten Kirche wurde zu einem gemeinsamen Singen von Adventsliedern eingeladen.

 

„Für eine solidarische und mitmenschliche Gesellschaft“

 

Ein rundes Fest, bei dem sich die vielfältigen Initiativen offensichtlich über viel Umsatz für die gute Sache freuten: Alles wird sozialen Zwecken zugeführt – so der Kodex der Veranstaltung, die den Markt ganz ohne kommerzielle Anbieter veranstaltet. „Hier präsentiert sich Borbeck in seiner engagierten Weise und mit Herzblut“, hatte Oberbürgermeister Thomas Kufen am Morgen erklärt und das große ehrenamtliche und freiwillige Engagement gewürdigt. Viele der aktiven Vereine seien seit vielen Jahren dabei und hätten diesen immer am 1. Advent stattfindenden außergewöhnlichen Weihnachtsmarkt geprägt, so der Oberbürgermeister: „Achten sie einander, achten sie aufeinander für eine solidarische und mitmenschliche Gesellschaft in unserer schönen Heimatstadt Essen!“

 

Eine Werbung für Borbeck

 

Ein Erfolg und eine schöne Werbung für Borbeck, erklärten auch die Organisatoren dieses Festes: Die BBVV-Vorsitzende Susanne Asche und Claudia Ortkemper, die Vorsitzende des CeBo, hatten die ersten „Borbeck-Tassen“ präsentiert, die von Schülerinnen des Borbecker Mädchengymnasiums (MGB) entworfen wurden. Für die zur 275-Jahr-Feier des Schlossparks gestalteten Motive wurden bereits zahlreiche Vorbestellungen notiert.

 

Das Fest ging am Abend um 18 Uhr mit einer Lichterrunde zu Ende: Franz Josef Gründges und Pfarrer Benedikt Ogrodowczyk von St. Dionysius dankten allen Mitwirkenden an diesem Jubiläums-Weihnachtsmarkttag. Nach Gedanken der Besinnung auf die Adventszeit klapperte es heftig an allen Ständen und in nullkommanix war das ganze Marktgetriebe wieder verschwunden – als ob nichts gewesen wäre. Aber es war etwas - ein schönes Fest!

 

 

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